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Emsdettener Nachhaltigkeitswoche(n): Wie werden Gärten klimafit?

Ein wichtiger Fokus lag dabei auf der Bodengesundheit. Mikroorganismen sind wichtig für den Boden und die Pflanzen. Um die natürliche Bodenstruktur zu erhalten, ist auf ein tiefes Umgraben zu verzichten, stattdessen sollte der Boden mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn gelockert werden. Auch Kompost sollte nicht untergehoben, sondern als nährstoffreiche Schicht obenauf verteilt werden. Laub und Pflanzenreste können als Mulch in den Beeten verbleiben. Sie düngen den Boden und ermöglichen ein gesundes Bodenleben.

Ein weiteres zentrales Thema war die Wasserversorgung. Angesichts immer längerer Trockenperioden ist eine gezielte Bewässerung wichtig: lieber seltener, dafür aber gezielt und tiefgründig an den Wurzeln. Rasensprenger sind in Gemüse- und Blumenbeeten eher ungeeignet, da hier viel Wasser verdunstet und nicht tief genug in den Boden eindringt.

Zur Verminderung hoher Temperaturen wurde abschließend das Potenzial begrünter Flächen hervorgehoben. Begrünte Dächer, Fassaden, Zäune und entsiegelte Flächen können aktiv zur Kühlung beitragen.

Wer jetzt motiviert ist, den eigenen Garten klimafit umzugestalten, kann vom städtischen Förderprogramm proKLIMA profitieren. ProKLIMA fördert die Anlage von Gründächern und Fassadenbegrünungen, die Entsiegelung durch den Rückbau von Asphalt– oder Pflasterflächen sowie Baumpflanzungen in privaten Gärten. Anträge können unkompliziert über das Serviceportal der Stadt Emsdetten über https://service.emsdetten.de/ eingereicht werden.

Zudem wird im Rahmen der Emsdettener Nachhaltigkeitswoche(n) kostenfreier Kompost am Schotterparkplatz neben der Sporthalle des Gymnasiums Martinum (Zufahrt über Stauffenbergstraße) zur Verfügung gestellt. Der Kompost ist lose gelagert und nicht verpackt. Die Mitnahme erfolgt selbstverantwortlich.

Die Ansätze zeigen, dass schon kleine Maßnahmen eine große Wirkung erzielen können, die zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.